Film & Kunst

Eine Kooperation des Cinema Quadrat

und der Kunsthalle Mannheim

 

„Film & Kunst“ geht in die neunte Runde
Kunsthalle Mannheim und Cinema Quadrat setzen Kooperation fort

 

Das Leben eines genialen Künstlers zum Gegenstand eines Spielfilms zu machen, erfordert eine gehörige Portion Mut. Der britische Star-Regisseur Sir Carol Reed („Der dritte Mann“) wagte sich 1965 an die Verfilmung der produktiven Beziehung zwischen Michelangelo, dem Künstler, und Papst Julius II., dem Auftraggeber. Der Film „Michelangelo – Inferno und Ekstase“ bildet den Auftakt für die neue Staffel der Veranstaltungsreihe „Film & Kunst“, die am 14. März 2013 in die neunte Runde geht.
Die Kunsthalle Mannheim und das Cinema Quadrat haben für fünf Abende Filme ausgewählt, die sich mit der Kunst, mit Leben oder Werk einer bedeutenden Künstlerpersönlichkeit beschäftigen. Im Fokus steht der Dialog zwischen Kunst und Film. Die Berührungspunkte zwischen dem künstlerischen Werk der Hauptfiguren und der filmischen Bearbeitung des Themas sollen herausgearbeitet werden. In Einführungsvorträgen vor den Filmvorführungen werden die Verbindungen beider Gattungen erläutert.

In „Tinguely“ spannt Thomas Thümena mit sehenswertem Archivmaterial einen faszinierenden Bogen über Jean Tinguelys Leben als Poet unter den Bildhauern seiner Zeit und präsentiert gleichzeitig seine Hauptwerke im Rahmen ihrer Entstehungsumstände. Bevor der Schweizer Regisseur den Lebensweg des Künstlers, der irrwitzige „Meta-Maschinen“ aus Schrott-Teilen zusammenbaute, in seinem Dokumentarfilm beleuchtet, stellt Dr. Inge Herold zum Einstieg in den Filmabend Tinguelys Maschine „Hong-Kong“ (1963) aus der Sammlung der Kunsthalle Mannheim vor.

Auch ein Werk von Jannis Kounellis steht erstmals im Fokus eines Filmabends. In zwei Dokumentarfilmen „Kounellis – Fragmente eines Tagebuches“ und „Kounellis in Mexiko“ begleitet der deutsche Filmkritiker und Filmemacher Heinz Peter Schwefel den griechischen Künstler, der als Vertreter der Arte Povera-Bewegung das Spektrum der künstlerischen Mittel um alltägliche Gegenstände erweiterte.

Den Kunstbegriff erweitert – wenn auch auf ganz und gar andere Art und Weise – hat auch Jonathan Meese. Das Leben und Schaffen dieses provokanten Künstlers, der als Inbegriff eines „Bad Painters“ gilt, stellt Peter Sempel in den Mittelpunkt seiner Dokumentation „Die Ameise der Kunst. Von Menzel bis Messe“. Vorab referiert Dr. des. Mathias Listl über dieses „Enfant terrible“.

Den Abschluss der Reihe bildet die Doku „Yves Klein – Schuss ins Blaue“, in der Regisseur Christian Bau nach einem Zusammenhang zwischen dem Fußballverein Schalke 04 und dem französischen Künstler Yves Klein (1928-1962) sucht. Einführend stellt Dr. des. Anne Vieth Yves Kleins „Victoire de Samothrace“ (1962) vor, die Teil der Skulpturensammlung der Kunsthalle Mannheim ist.

 


Die Termine im Überblick:

Michelangelo – Inferno und Ekstase
Donnerstag, 14. März 2013, 19.30 Uhr, Cinema Quadrat

Tinguely
Donnerstag, 18. April 2013, 19.30 Uhr, Kunsthalle Mannheim

Kounellis – Fragmente eines Tagebuches
Kounellis in Mexiko
Donnerstag, 16. Mai 2013, 19.30 Uhr, Kunsthalle Mannheim

Die Ameise der Kunst. Von Menzel bis Meese
Donnerstag, 13. Juni 2013, 19.30 Uhr, Cinema Quadrat

Yves Klein – Schuss ins Blaue
Donnerstag, 18. Juli 2013, 19.30 Uhr, Kunsthalle Mannheim

Eintritt:
7,00 € regulär
6,00 € ermäßigt
5,00 € Mitglieder Cinema Quadrat oder Förderkreis der Kunsthalle Mannheim

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