► HERR DER STÄBE
Presseinformation
Gunter Frentzel komponiert Raumskulptur für die Kunsthalle Mannheim Bildmaterial auf Anfrage
Die Kunsthalle Mannheim besitzt eine deutschlandweit einzigartige Skulpturensammlung mit Meisterwerken von Auguste Rodin und Wilhelm Lehmbruck über Henry Moore und Marino Marini bis zu Mario Merz und Richard Long. Durch die großzügige Schenkung von Rainer Adam Müller, international tätiger Unternehmer mit Mannheimer Wurzeln, kann das Museum seine Sammlung jetzt um die ortsbezogene großformatige Doppelskulptur „Zweiteilige Raumskulptur aus je 43 aneinandergelehnten Vierkantstäben" des Schweizer Bildhauers Gunter Frentzel erweitern.
Wenn Gunter Frentzel (*1935 in Berlin, lebt in Rüttenen bei Solothurn) eine Skulptur baut, dann hantiert er mit den schlanken Vierkantstäben aus Stahl, wie ein Nomade, der sein Zelt aufschlägt. „Ich bin als klassischer Bildhauer ausgebildet. Für mich sitzt in jedem Raum eine Skulptur" erklärt Frentzel, der für sein jüngstes Werk „Zweiteilige Raumskulptur aus je 43 aneinandergelehnten Vierkantstäben" viele Stunden in der Kunsthalle Mannheim verbrachte und die Atmosphäre des Raumes auf sich wirken ließ, bevor er im Schweizer Atelier dann das Konzept entwickelte für jene Arbeit, die vor Ort eine so eigenwillige Symbiose mit dem Ausstellungsraum in der Kunsthalle eingeht.
Seit zehn Jahren arbeitet Gunter Frentzel ausschließlich mit industriell gefertigten Vierkantstäben. Seine filigranen, poetischen Stabskulpturen scheinen die Gesetze der Schwerkraft auszuhebeln. Kinderleicht wie ein Mikadospiel wirken die mit der Präzision eines Statikers bis ins Detail ausbalancierten minimalistischen Raumfiguren: Die Fächerstruktur der Körper lässt sie luzide und transparent erscheinen. Je nach Position des Betrachters verändert sich auf magische Weise die Dichte der amorphen Gebilde. Es entsteht ein verblüffender Moiré Effekt, der an Werke der Op-Art erinnert. Es ist der Balanceakt zwischen strenger statischer Konstruktion und dem Urvertrauen des Künstlers ins Material, das seinen Arbeiten künstlerische Strahl- und Sogkraft verleiht.
Die Kunsthalle verdankt ihr neustes Werk einer großzügigen Schenkung von Rainer Adam Müller, einem Unternehmer mit Mannheimer Wurzeln, der bereits 1986 eine erste Arbeit von Gunter Frenzel für seine private Sammlung erwarb und der das Schaffen des Künstlers als Sammler bis heute begleitet. Der Stifter beobachtet hochinteressiert die Diskussionen um einen Neubau der Kunsthalle und will das Haus bei notwendigen Aufgaben auch künftig weiterhin unterstützen. Die Arbeit ist permanent im Rahmen der Sammlungspräsentation der Kunsthalle zu sehen.
Gunter Frentzel 1935 geboren in Berlin 1956 Diplom als Bildhauer, Kunstschule Wiesbaden 1960 Wohnsitz in die Schweiz verlegt seit 1979 Bürger von Rüttenen bei Solothurn
Einzelausstellungen: Kunstmuseum Solothurn, Kunsthalle Winterthur, Kunstraum Burgdorf, Haus der Kunst St. Josef in Solothuirn, Stiftung DKM Duisburg und in vielen Galerien, u.a. Galerie Friebe in Mannheim
Ausstellungsbeteiligungen: u.a. in Lissabon, Zürich, Brasilien, Schweiz und Deutschland
Arbeit im öffentlichen Raum: Solothurn, Genf, Bern, Zürich, Biel Expo 02, Giessen
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