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► SPANNENDER ZUWACHS FÜR DIE SAMMLUNG DER KUNSTHALLE MANNHEIM
Museum erhält Dauerleihgabe von Camille Claudel
Die einzigartige Skulpturensammlung der Kunsthalle Mannheim hat Zuwachs bekommen. Dank einer Dauerleihgabe der Letter Stiftung, Köln können die Besucher neben Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck, Aristide Maillol und Auguste Rodin jetzt auch eine Plastik von Camille Claudel (1864-1943) bewundern. Die Büste Mon frére ou Jeune romain aus dem Jahr 1884 zeigt den 16 jährigen Bruder der Künstlerin, den Dichter Paul Claudel.
Die 49,2 x 44,8 x 27,5 cm große Bronze passt ausgezeichnet in die unvergleichliche internationale Skulpturensammlung der Kunsthalle mit über 800 Werken. „Es ist fantastisch, dass wir jetzt auch ein Werk dieser bedeutenden Bildhauerin zu unserer Sammlung zählen zu dürfen. Gerade die Frauen sind in diesem Metier stark unterrepräsentiert", freut sich Dr. Inge Herold, stellvertretende Direktorin des Museums.
Claudels bildhauerisches Talent trat schon in jungen Jahren zu Tage. Vom Vater gefördert, besuchte sie ab ihrem 16. Lebensjahr eine private Kunstschule. Frauen waren seinerzeit zum Studium an der staatlichen Akademie nicht zugelassen. 1883 lernte Claudel ihren Lehrer Auguste Rodin kennen, zu dem sie eine enge künstlerische und private Beziehung entwickelte. Ende der 1890er Jahre nahm das Schicksal der Künstlerin eine tragische Wendung. Ohne weiterhin künstlerisch tätig zu sein, war sie gezwungen, die letzten Jahre ihres Lebens in einer psychiatrischen Anstalt zu verbringen.
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