Kunsthalle Mannheim
Geschichte des Museums
1965 Ein Fisch für Mannheim Fuchs ist Kenner und Liebhaber der Skulptur gleichermaßen. Er stellt sie ins Zentrum seines von Finanzrestriktionen und Raumnot begleiteten Sammlungskonzepts. Von Medardo Rosso über Matisse bis zu Giacometti spannt sich das Spektrum seiner Erwerbungen, unter ihnen der Monumentalste: Max Ernst mit „Capricorne". Fuchs widmet sich mit klarem Blick für Qualität den existentialistischen und abstrakten Nachkriegsentwicklungen in der internationalen Skulptur. „Ohne lokalpatriotische Übertreibung" kann er im Rückblick feststellen, dass Mannheim „eine der wichtigsten Sammlungen moderner Plastik" geworden ist. 1970 erscheint sein populäres Basisbuch zur „Plastik der Gegenwart" im Baden-Badener Holle-Verlag, illustriert mit Bildern aus „seiner" Sammlung - ein Grund für den legendären Ruf der Kunsthalle. Brancusis Urform vom Fisch, die er persönlich aus dem Pariser Atelier nach Mannheim holt, erhält einen sakrosankten Status im Herzen des Billing-Baus. Und dennoch bleibt die menschliche Figur für Fuchs zentraler Impuls der Bildhauerei - auch in ihrer Abwesenheit. „Der ausgesparte Mensch" heißt 1975 die streitbarste Themenausstellung seiner Ära.
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