Kunsthalle Mannheim

Geschichte des Museums

1959 Kampf um mehr Platz
Nach dem frühem Tod Passarges 1958 tritt dessen langjähriger Assistent Heinz Fuchs (1917-2001) in die erste Reihe. Seit 1947 im Dienst der Kunsthalle, übernimmt Fuchs als Kustos der Sammlungen mehr und mehr auch kuratorische Aufgaben, bevor er das eigene 24-jährige Direktorat antritt. Dabei gelingt ihm - analog zum Stabwechsel von Wichert zu Hartlaub - sowohl die Aktualisierung, als auch eine Vertiefung des Profils. Fuchs, der in seiner Museumspolitik und vor allem in seinem Sammlungskonzept höchste Qualitätsansprüche verwirklicht, verkörpert für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts das geistige Gewissen der Institution.

Bald flammen die Diskussionen um eine Kunsthallen-Erweiterung am Friedrichsplatz wieder auf. Der Mannheimer Architekt Hans Mitzlaff legt 1966 ein erstes „Pavillon-Projekt" im Zeitgeist der Nachkriegsmoderne vor. Wieder sind es finanzielle Engpässe der Stadt, die eine Realisierung verzögern. 1974 kann wenigstens die erste Generalinstandsetzung der alten Kunsthalle durchgesetzt werden. Als Schlussstein seiner langen Amtsperiode kann Fuchs den nach veränderten Plänen des Mannheimer Büros Lange Mitzlaff Böhm Müller als Skulpturenmuseum errichteten Neubau erst 1983 eröffnen.

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H. Fuchs in der Kunsthalle, 1975


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