Kunsthalle Mannheim

Geschichte des Museums

1927 Gegenpol Abstraktion
Als aufmerksamer Beobachter der internationalen Kunstszene erweist sich Hartlaub zwei Jahre später mit der Schau „Wege und Richtungen der abstrakten Malerei in Europa". Er stellt die Phalanx der internationalen Abstraktion - von Archipenko und El Lissitzky, über Braque und Picasso, Klee und Kandinsky bis Schlemmer und Schwitters - zur Diskussion. Über 6.000 Besucher zählt die Ausstellung. 1930 übernimmt er eine zweiteilige Wanderausstellung des Bauhauses Dessau. Hartlaub organisiert aber auch Einzelausstellungen umstrittener europäischer Künstler der Moderne wie Edvard Munch, James Ensor, Max Beckmann oder Oskar Kokoschka, letztere mit 15.000 Besuchern ein Publikumserfolg.

Der zweite Kunsthallendirektor erweitert die Mannheimer Sammlung der Moderne im Zuge seiner programmatischen Ausstellungstätigkeit. Er erwirbt den transzendentalen Realismus eines Beckmann, Dix und Grosz, aber auch imaginative Sinnbilder von Ensor, Delaunay und Chagall. Seine besten Sammlerstücke - Meisterwerke der Kunstgeschichte - werden 1937 als „entartet" beschlagnahmt und sind heute in entfernten Museen beheimatet oder gelten gar als verschollen.

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Ausstellungsplakat, 1927


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