Kunsthalle Mannheim
Geschichte des Museums
1923 Gegenwart im Museum Gegen Ende der Mannheimer Ära von Fritz Wichert gingen die organisatorischen Geschäfte, aber auch konzeptionelle Entscheidungen mehr und mehr auf einen nur wenig jüngeren Kunsthistoriker über: Gustav Friedrich Hartlaub (1884-1963). Schon 1913 war er an die Kunsthalle Mannheim berufen und 1914 zum stellvertretenden Direktor bestellt worden. Hartlaub beginnt das Museumskonzept souverän bis in die unmittelbare Gegenwart zu profilieren. Er ist es, der während des zweiten Jahrzehnts den Einzug der deutschen Expressionisten und Max Beckmanns, aber auch die Tendenz zur Plastik in Sammlung und Ausstellungsprogramm steuert. Ab 1923 führt Hartlaub als Nachfolger Fritz Wicherts die Kunsthalle mit originären Akzenten kongenial weiter - ein institutioneller Glücksfall, der zur deutschlandweiten Reputation maßgeblich beiträgt. So kann die Ära der Weimarer Republik auch in Mannheim eine kulturelle Glanzzeit bewirken.
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