Kunsthalle Mannheim

Geschichte des Museums

1911 Kunsthalle für alle
Mit modernstem Volksbildungskonzept eröffnet Wichert im Ostflügel der Kunsthalle ein Kunstwissenschaftliches Institut mit Graphischem Kabinett, Lichtbildsammlung, Bibliothek und öffentlichem Lesesaal. Ein entscheidender Vorstoß zur kulturellen Bildung für alle gelingt ihm - unterstützt durch Sozialdemokratie und Gewerkschaften - mit der Gründung des „Freien Bundes zur Einbürgerung der bildenden Kunst in Mannheim". Das populäre Vermittlungsprogramm umfasst eine „Akademie für Jedermann", wöchentliche Lichtbildvorträge, Sammlungsführungen und didaktische Ausstellungen. Das Museum soll der zentrale Ort werden, der gemeinschaftliche Sinnstiftung durch das emotionale Erleben großer Kunst ermöglicht. Wichert zielt mit seiner „Mannheimer Bewegung", die deutschlandweit Furore macht, nicht allein auf eine Reform der Institution Museum, sondern auf die eigenverantwortliche Veränderung des Menschen und der Gesellschaft. Bis 1914 werden sich dem Bund 7.000 Mitglieder anschließen.

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Kunstwissenschaftliches Institut, 1911


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