Kunsthalle Mannheim

Geschichte des Museums

1907 Jugendstil zum Jubiläum
Pünktlich zum 300-jährigen Stadtjubiläum Mannheims wird das Ausstellungsgebäude des Karlsruher Jugendstil-Architekten Hermann Billing (1867-1946) für die „Internationale Kunstausstellung" eingeweiht. Mit einer „Internationalen Kunst- und Großen Gartenbau-Ausstellung" am neu erbauten Friedrichsplatz will das wirtschaftlich prosperierende Mannheim an seine kulturelle Blütezeit im 18. Jahrhundert anknüpfen. Billing entwirft einen symmetrischen Galeriebau mit zentralem Treppenhausturm in rotem Mainsandstein. Unter dem Motto „Harmonie von Kunstwerk und Raum" ist die Jubiläumsausstellung der zeittypischen Idee des Gesamtkunstwerks gewidmet. Bekannte Architekten wie Peter Behrens, Josef Maria Olbrich und Josef Hoffmann mit den Wiener Werkstätten entwerfen komplette Raumausstattungen, in die knapp 900 Gemälde und Plastiken zeitgenössischer Künstler einbezogen werden. Das Hauptaugenmerk ist auf die deutsche Meisterkunst des 19. Jahrhunderts gerichtet. Dagegen erregt eine Wanderausstellung aktuellster Kunst aus Frankreich mit van Gogh und Gauguin, Manet und den Impressionisten Empörung. Prompt erwirbt Mannheim nur konventionelle Werke.


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Haupteingang, Aquarell von Billing, 1907


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