Angebote der Kunstvermittlung
FÜR ERWACHSENE
Begleitprogramm „NUR SKULPTUR!“
Voll die Beule
Performance von John Bock für drei Theaterschauspieler
Als Zusammenwirken von Skulptur, Installation, Performance, Video
und Film überschreitet das Werk von John Bock jegliche Grenzen
und beschwört die Geister des Dada herauf. Als Kulisse seiner
Performance dient dem deutschen Aktionskünstler ein Terrain
zwischen künstlerischer Installation und Publikumsraum, den er
mit halb verpackten Sammlungswerken von Michael Croissant,
Ewald Mataré oder Claes Oldenburg, musealen Gerätschaften und zahlreichen Bezügen zur alltäglichen Arbeits- und Kunstwelt
auflädt. Drei Theaterschauspieler vom Typ „Kunstpacker“
machen
temporär in ihren Szenen eine weitere raum-zeitliche Ebene
erfahrbar, die Fragen nach der Kunst und der Realität stellt: Was
ist Kunst überhaupt?
In Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim.
Montag, 01.04. : 15.30 & 17.00 Uhr Samstag, 27.04. : 16.00 &
17.00 Uhr Donnerstag, 30.05. : 15.30 & 17.00 Uhr Samstag, 08.06. :
16.00 & 17.00 Uhr Sonntag, 09.06. : 15.30 & 17.00 Uhr
Dämonie und Sehertum –
Germaine Richiers hybrides Menschenbild
Vortrag mit Prof. Dr. Christa Lichtenstern, Berlin
Mit der Bronze „Große Gottesanbeterin“ von 1946 besitzt die
Kunsthalle Mannheim ein Hauptwerk der französischen Bildhauerin
Germaine Richier (1902-1959). Es bezeugt exemplarisch
Richiers revolutionären Beitrag zum „Réalisme fantastique“ in
der Plastik der Nachkriegszeit. Ihr fragiles Körperbild zielt auf
Übersteigerung und Metamorphose. Skulpturenkennerin und
Universitätsprofessorin Christa Lichtenstern stellt in ihrem Vortrag
das hybride Menschenbild der Bildhauerin ins Zentrum.
Mittwoch, 15. Mai 19.30 Uhr Eintritt frei
Kunst und Literatur
Auguste Rodin und Rainer Maria Rilke –
der Bildhauer und sein Sekretär
Lesung mit Edgar M. Böhlke, Nationaltheater Mannheim
Paris um 1900: Der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke lernt den
französischen Bildhauer Auguste Rodin kennen und ist sofort begeistert
von dessen innovativer Formensprache. Obwohl Rilke kaum
Französisch spricht und Rodin kein Wort Deutsch versteht, entwickelt
sich ein produktives Arbeitsverhältnis, das im Verlauf mehrerer
Jahre durch Eitelkeiten, Missverständnisse und Kon fl ikte wieder zerbricht.
Bis dahin jedoch trägt Rilke den Ruhm des Bildhauers nach
Deutschland und versucht, ein Werk von ihm in die Mannheimer
Kunsthalle zu vermitteln. Aus einer Collage von Brief- und Textpassagen
entsteht ein lebendiges Bild einer deutsch-französischen Beinahe-
Künstlerfreundschaft. Es liest der Schauspieler Edgar M. Böhlke.
Mittwoch, 22. Mai 19.30 Uhr Eintritt frei
REIHE: Der Himmel, kein Ort? –
Gespräche im Feld von Kunst und Religion
Mit Pfarrer Peter Annweiler, City-Kirche Konkordien Mannheim
Hat die zeitgenössische Kunst noch (oder schon wieder) irgendwelche
relevanten Berührungspunkte mit religiösen Fragestellungen?
Gibt es Themen, die sowohl künstlerische als auch
religiöse bzw. spirituelle Relevanz haben? Führt die Auseinandersetzung
mit modernen Kunstwerken in existenzielle Überlegungen
hinein? Pfarrer Peter Annweiler nimmt das Objekt „Man in a
Deck Chair Drinking“ (1967) von George Segal zum Anlass, mit
dem Publikum ins Gespräch zu kommen.
Donnerstag, 06. Juni 18.00 Uhr Eintritt 5,-€
Franz Erhard Walther: Werkaktivierung
Franz Erhard Walther schuf in den Jahren von 1963 bis 1969 seinen
„1. Werksatz“: Ein Ensemble von textilen Objekten, die den Betrachter
zur konkreten Auseinandersetzung einladen. Mehrere Elemente
aus diesem Werksatz sind im Besitz der Kunsthalle Mannheim
und sind Teil der großen Sonderausstellung „NUR
SKULPTUR!“. Walther versteht seine Werke als Ausgangspunkte für
Prozesse der sinnlichen Wahrnehmung und Körpererfahrung. Diese
werden von so genannten Werkhandlungen und Werkvorführungen
in Gang gesetzt. In der Kunsthalle Mannheim wird der
Bildhauer mit Stücken aus seinem „1. Werksatz, 1963 – 1969“ eine
solche Aktivierung an den Besuchern vollziehen und ihnen damit
eine neue und intensive Erfahrung von Kunst ermöglichen.
Mittwoch, 19. Juni 18.00 Uhr Eintritt frei
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