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Kunsthalle präsentiert programmatisches Konzept zur Zukunft
Die Kunsthalle Mannheim ist im Aufbruch. Mit dem Wechsel in der Direktion und im Vorfeld der Sanierung des historischen Jugendstilgebäudes hat sich eine rege Diskussion über die Bedeutung und die Potenziale des Hauses entwickelt.
Die Direktorin Dr. Ulrike Lorenz legt nun erstmals in kompakter Broschürenform eine Gesamtschau zur Situation des Hauses vor. Die Darstellung umreißt die großen Traditionslinien des Museums sowie die gesellschaftliche Diskussion des „Projektraum Kunsthalle" aus dem Jahr 2009. Den Abschluss bildet das Konzept zur programmatischen Entwicklung der Kunsthalle, mit dem klaren Anspruch, nationale Bedeutung und kunstwissenschaftliches Renommee zurückzuerlangen.
Im Mittelpunkt der Konzeption stehen die als Programmatik überschriebenen zentralen Selbstaussagen des Hauses:
Die Kunsthalle Mannheim ist ein Ort der ästhetischen Erfahrung. Sie ermöglicht den Dialog zwischen Betrachter und Kunstwerk. In ihrer kulturellen Bildungsarbeit vermittelt sie Inspiration und Erkenntnis, Kreativität und Lebensfreude. Mit ihrer Sammlung an Meisterwerken der deutschen und europäischen Moderne und Gegenwart sowie mit hochkarätigen Ausstellungen ist die Kunsthalle Treffpunkt für Menschen aller Generationen, die intelligente Erholung suchen. Mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen und innovativen Impulsen profiliert sie sich im Netzwerk der Kunstmuseen. Als kultureller Impulsgeber dient sie der Entwicklung von Künstlern und der zeitgenössischen Skulptur im erweiterten Feld. Unsere Aufgabe ist es, Verständnis zu wecken für die Kunst unserer Zeit.
Dieser formulierte Anspruch ist hergeleitet aus der herausragenden Tradition und der gesellschaftlichen Bedeutung des Hauses für die Kulturlandschaft im Südwesten Deutschlands. Die Direktorin Dr. Ulrike Lorenz entwirft - vor diesem Hintergrund - ein konkretes und ausführliches Arbeitsprogramm. Von der Sammlungsentwicklung und -pflege mit einem klaren Fokus auf die Stärkung des Skulpturenschwerpunktes, über die perspektivische Ausstellungsplanung der nächsten Jahre, mit dem ambitionierten Versuch einer Rekonstruktion der Mannheimer Sammlung vor der nationalsozialistischen Enteignungsaktionen bis hin zu neuen Wegen in der Kommunikation und Kunstvermittlung: alle Bereiche des Museums sind mit detaillierten Aufgabenschwerpunkten in die Konzeption der Neupositionierung eingeschlossen. Ein Kapitel widmet sich der Notwendigkeit der Weiterentwicklung der architektonischen Substanz - ein wichtiger Aspekt des angestrebten Imagegewinns.
„Die Substanz, welche die Kunsthalle mit ihrer hochrangigen Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, mit Schlüsselwerken der Kunstgeschichte, aber auch mit originären Ausstellungsthemen und der sanierten Atmosphäre ihrer Jugendstil-Architektur bietet, ist herausragend. Zweifellos jedoch braucht die Kunsthalle mehr Öffentlichkeit: eine ihrem Stellenwert angemessene gesellschaftliche Relevanz in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region einerseits sowie ein deutschlandweites und partiell europäisches Renommee andererseits. Darauf zielen alle Reformbemühungen, das ist das Ziel dieses Programms für das ich um Unterstützung aller Kräfte in Mannheim und der Region werbe." so Dr. Ulrike Lorenz bei der Vorstellung des Konzepts.
Die Broschüre ist ab 21. Juli 2010 an der Museumskasse für den Selbstkostenbetrag von 10,00 Euro erhältlich.
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