Anton Henning
Antonym
Malerei, Zeichnung, Skulptur und Video 1990 bis 2009
16.05. - 16.08.2009
Eine Kooperation des Wilhelm-Hack-Museums und der Kunsthalle Mannheim
Autos rasen von links ins Gemäldeinnere. Vom rechten Rand her erobern
ornamental geschwungene Schlaufen das Bild. Die giftig wirkenden Farben Gelb,
Grün und Grau verbreiten eine bedrohliche Stimmung, die sich über zehn Meter
zieht, denn so breit ist das „Blumenstillleben Nr. 193“ (2004) von Anton
Henning.
In bislang einmaliger Fülle und Vielfalt zeigen die Kunsthalle Mannheim und
das Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt
das Schaffen von Henning (*1964) mit insgesamt rund 140 Arbeiten. Anknüpfend an
die Sammlungsschwerpunkte der Kunsthalle mit ihrem bedeutenden Skulpturenbestand
und der Malerei von klassischer Moderne über Expressionismus und Neue
Sachlichkeit bis zur abstrakten Nachkriegskunst liegt der Fokus der Mannheimer
Ausstellung auf dem skulpturalen Aspekt in Hennings Bilderkosmos.
Mit rund 40 Gemälden, Objekten, Sitzmöbeln und Plastiken verwandelt Anton
Henning die Ausstellungsräume der Kunsthalle in einen atmosphärisch aufgeladenen
Ort, an dem Porträt und Stillleben, Interieur- und Landschaftsbild, Skulptur und
Film in spannungsvollem Wechsel ineinandergreifen. Im Zentrum stehen jedoch
seine Gemälde, die durch eigenwillig massive, fast barocke Holzrahmen
beeindrucken.
Im Zusammenspiel mit einer Reihe abstrakter Holz- und Bronzeplastiken auf
zum Teil farbig gestalteten Sockeln macht die Mannheimer Präsentation den
Wechsel von einem künstlerischen Bezugssystem zum anderen deutlich und
thematisiert die Malerei des Berliner Künstlers in ihrer Beziehung zu den
benachbarten Medien.
BILDMATERIAL können wir Ihnen gerne auf Anfrage bereitstellen!
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